Inklusive Verwaltung
[03.03.2015] Wussten Sie, dass in den Bundesministerien nicht nur Staatsdiener arbeiten? Sondern dass auch Verbände, Wirtschaftsunternehmen und Nichtregierungsorganisationen vorübergehend eigene Mitarbeiter entsenden, die im Ministerium wie Beamte tätig werden, aber weiter von ihrem alten Arbeitgeber bezahlt werden, zu dem sie anschließend auch zurückkehren?

Der vorübergehende Seitenwechsel namentlich aus der Privatwirtschaft in den Staatsdienst wirft wichtige verwaltungswissenschaftliche, demokratietheoretische und rechtsstaatliche Fragen auf. Professor Hartmann beantwortet diese Fragen in seinem neuen Buch „Inklusive Verwaltung“. Er kommt darin zu dem Ergebnis, dass der Seitenwechsel, wie er derzeit praktiziert wird, gegen das Rechtsstaatsprinzip des Grundgesetzes verstößt und daher verfassungswidrig ist.

„Inklusive Verwaltung“ gründet auf einem Vortrag, den Professor Hartmann vor der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste gehalten hat. Das Buch ist soeben im Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn, erschienen. Die Veröffentlichung ist auch außerhalb der Wissenschaft auf Interesse gestoßen. Eigene Artikel widmen der Studie „Der Spiegel“ (Heft Nr. 49 vom 1.12.2014, S. 18, und online), die „tageszeitung“ (taz v. 1.12.2014, S. 3, s. auch taz v. 30.1.2018, S. 7) und der „Tagesspiegel“ (v. 2.12.2014, S. 15); zuletzt berichtete „Die Welt“ (online seit 3.3.2015). Das Fernsehen hat „Inklusive Verwaltung“ in der SWR-Sendung „Leif trifft“ aufgegriffen (v. 3.12.2014, 20:15 Uhr, Mediathek, ab Minute 39:17; das ganze Interview finden Sie hier).

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